Skilager für Kinder und Jugendliche

Einleitung

Wie alle Ferienlager hat das Skilager vor allem zum Zweck, die Gemeinschaft innerhalb einer Gruppe zu fördern. Deswegen werden gerade im Süden Deutschlands, in Österrreich und in der Schweiz, wo der Wintersport eine große Rolle spielt, Skilager mit ganzen Schulklassen organisiert und von Lehrkräften betreut, um das Teamgefühl innerhalb der Klasse zu stärken. 

 

Dennoch geht die Tradition des Skilagers in der Schule weiter zurück. Laut Experten liegen die Gründe hierfür unter anderem in der Tatsache, dass es heute viel mehr Schüler mit Migrationshintergrund im Klassenverband gibt als früher, für die Wintersport keinen traditionellen Wert hat, und die am Skilager dann auch nicht teilnehmen wollen.

Skilager - Was Sie im Vorfeld beachten sollten

Gerade der Wintersport benötigt sehr gute Vorbereitung. Egal, ob Ihr Kind absoluter Anfänger ist oder schon über sehr viel Erfahrung im Skifahren verfügt, diese Dinge sollten Sie bei der Vorbereitung beachten:

  • Am wichtigsten ist gute und gepflegte Ausrüstung. Auch wenn auf deutschen und schweizer Pisten keine Helmpflicht besteht sollte er getragen werden. In Österreich müssen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren einen Helm tragen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass vor allem die Skibindungen intakt und richtig eingestellt sind, damit sie sich im Falle eines Sturzes öffnen, und Ihr Kind keine schwerwiegenden Verletzungen an den Beinen und Knien davonträgt.
    Gerade in Skilagern, die von Schulen organisiert werden, gibt es die Möglichkeit, günstig vor Ort Skiausrüstung auszuleihen. Dies ist zwar mit weniger Kosten für Sie verbunden, allerdings kann dort nicht immer garantiert werden, dass sich die Ausrüstung auch in einem optimalen Zustand befindet. Informieren Sie sich also am besten vorher bei den betreuenden Lehrern, ob der Skiverleih vor Ort zu empfehlen ist. Trotzdem sollten Sie, wenn Ihr Kind vorher noch nie Ski gefahren ist, erst einmal über eine Leihausrüstung nachdenken, denn wer weiß schon, ob Ihrem Kind das Skifahren überhaupt gefällt?
  • Packen Sie sinnvoll! Neben einem unerlässlichen Skianzug sollten Sie eine geeignete Skibrille mit hohem UV-Schutz einpacken, die Ihr Kind vor Schneeblindheit schützt. Was gerne einmal vergessen wird, ist, dass die Sonne in den Bergen genauso aggressiv ist wie am Strand. Denken Sie also an eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
    Meistens wird es von Schulen bzw. von Veranstaltern nicht gerne gesehen, wenn das Kind ein zu hohes Taschengeld dabei hat, oder wenn Videospiele, Tablets und Laptops in das Skilager mitgenommen werden, da dies den erzieherischen Maßnahmen und dem Sinn, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, widerspricht. Fragen Sie also vorher nach, was Ihr Kind dabei haben darf und was nicht.
  • Viele Veranstalter bieten einen Transfer zum Skilager als Inklusivpaket an. Dennoch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Skilager eher in abgelegenen, ländlicheren Regionen stattfinden, die meist nur schwer erreichbar sind. Sollten Sie also Ihr Kind selbst hinfahren und abholen wollen, oder muss Ihr Kind das Skilager aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig abbrechen, müssen Sie mitunter viel Zeit für die An- und Abreise einplanen.
  • Überprüfen Sie, ob entweder vor Ort oder bei den begleitenden Lehrkräften gut ausgebildete Begleitpersonen dabei sind. Vor allem bei Anfängern sollte ein professioneller Skilehrer anwesend sein, der Ihr Kind passend betreut.
  • Skifahren ist gefährlich! Auch mit top gepflegter und qualitativ hochwertiger Ausrüstung ist die Verletzungsgefahr im Skilager vergleichsweise hoch. Darüber hinaus ist Ihr Kind bei der Abfahrt auf sich selbst gestellt und kann nicht zu jeder Zeit beaufsichtigt werden. Bedenken Sie dies also vor der Buchung.

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Kosten für ein Skilager

Gerade Skifahren ist teuer. Neben der Ausrüstung, die gekauft oder geliehen werden muss, schlägt auch noch die Unterkunft heftig zu Buche, die in vielen Fällen in touristisch stark frequentierten Orten liegt, da dort die besten Skipisten zu finden sind. Darüber hinaus muss auch noch der Skipass bezahlt werden, der bei mehreren Tagen im Skilager durchaus im dreistelligen Bereich liegen kann. Und wenn man dann nicht gerade in unmittelbarer Nähe zu den Alpen wohnt kommt auch noch die Anfahrt hinzu.

Zwar kann man sich, wenn man privat für sein Kind in den Ferien ein Skilager buchen will, sehr gut im Vorfeld informieren, doch gerade, wenn das Skilager von der Schule aus organisiert wird, wird man von den hohen Kosten oft überrascht. Normalerweise kann man für das Kind ein Alternativprogramm im Skilager buchen, das dann Eislaufen, Wandern, Schlittenfahren oder ähnliches beinhaltet, und oft etwas günstiger ist, als Skifahren. Darüber hinaus können Sie auch nach verfügbaren Fördergeldern von der Schule oder Gemeinde fragen. 

Hinzu kommt, dass zumindest in Bayern das Skilager fest in der Schulordnung vorgeschrieben und eine Teilnahme Pflicht ist. Kann das Kind aus diversen Gründen nicht mitfahren, so muss es ganz normal zum Unterricht erscheinen, der dann meist in einer Prallelklasse stattfindet. Informieren Sie sich also vorher, wie die Regelungen in anderen Bundesländern ausfallen.